Neues Spiel, Neues Glück!

Creditreform-Achter 17.03.2012

Creditreform-Achter 17.03.2012

Der Creditreform – Achter startet mit neuem Coach und neu formierter Mannschaft in die Saison 2012

Zum zweiten Mal zeigt sich der Creditreform-Achter des RV Kurhessen-Cassel 1890/1911 e.V kampfbereit in einer neuen Saison der flyeralarm Ruder-Bundesliga (RBL). Das in der vergangenen Saison eher nüchtern ausgefallene Ergebnis mit Platz 12 von 14 in der Gesamtwertung zog  eine Teamumstrukturierung nach sich, die sich sehen lassen kann: Insgesamt 13 Ruderer plus zwei Ersatzleute fasst der Kader in der Saison 2012, wovon sich rund die Hälfte aus Neuzugängen konstituiert. Damit zeigt sich der Creditreform-Achter wieder einmal in einer guten Mischung aus international erprobten Ruderern und „Neuen Wilden“.

Das Sagen haben die Steuerfrauen -  und der Trainer

Auch in diesem Jahr steht der Achter unter weiblicher Obhut. Mit den Steuerfrauen Felicia Fölsch, die gleichzeitig die Aufgabe der Teamchefin übernommen hat, und Dorothea Kadenbach soll das Flaggschiff 2012 Kurs auf das  Mittelfeld der 2. Liga Männer nehmen.
Doch nicht nur in Sachen Mannschaft hat der Creditreform-Achter Neues zu berichten: Der ehemalige Teamruderer René Flaschmann steht der Mannschaft in dieser Saison als Coach zur Seite. Und mit der Wahl des neuen Trainers ist das Team mehr als zufrieden.

Intensive Vorbereitung ist selbstverständlich

„Das Wintertraining war  hart, aber es zeigen sich die ersten Erfolge im Achter und in den Kleinbooten“, so Flaschmann. Eisern trainierte die Mannschaft über den Winter zweimal wöchentlich im Großboot gefolgt von Trainingseinheiten im Kleinboot plus Kraft- und Ausdauertraining an Land. Dadurch hat sich die allgemeine physische Beschaffenheit der Männer verbessert und der Teamgeist wurde gestärkt. Dieser Fortschritt soll durch viele weitere Kilometer auf der Fulda, dem Kassler Heimgewässer, bis zum definitiven Saisonstart im Juni 2012 ausgebaut werden.

Kurhessen-Achter über Ostern im Trainingslager in Mirow

Kurhessen-Achter in Mirow

Kurhessen-Achter in Mirow

Das Osterwochende (21. bis 25. April 2011) verbrachte das Team des Kurhessen-Achters im Trainingslager im mecklenburg-vorpommerischen Mirow. Hier wurden die Grundlagen für die ersten Saison des Rudervereins Kurhessen-Cassel in der flyerarlam Ruder-Bundesliga getroffen. Zwei bis drei Mal am Tag wurde trainiert.

Die Gewässer rund um Mirow sind sehr idyllisch, sie sind aber auch eine besondere Herausforderung: Der Kurhessen-Achter trainiert normalerweise auf der Fulda in Kassel, einem kleinen Fluss mit wenig Wellen, und musste im Trainingslager mit “richtigen” Wellen auf einem größeren See  zurecht kommen, die man in Kassel nur von stürmischem Wetter kennt.

Der Kurhessen-Achter 2011

Der Kurhessen-Achter auf dem Steg

Der Kurhessen-Achter auf dem Steg

Wenn Steuerfrau Marie Kalinowski ihre Jungs zusammenruft, herrscht Ruhe.Der nur 1,63 cm großen Steuerfrau des Kurhessen-Achters fällt es nicht schwer, die baumlangen Kerle zusammenzurufen – was sie ansagt, wird gemacht. Ohne wenn und aber, ohne Wiederworte. „Ohne Disziplin geht es einfach nicht“ erklärt die Lehrerin.

Alle Mann ans Boot, Boot geht hoch – auf die acht Ruderer warten 15 bis 20 Kilometer auf der Fulda. Schlag auf Schlag, schmerzende Arme werden ausgeblendet. Jeder weiß, was er zu tun hat.

„Im letzten Herbst haben wir auf „Spaß“ Regatten Blut geleckt und uns entschlossen in die Ruder-Bundesliga einzusteigen wobei es wichtig ist, dass die Männer sich erst mal im Boot zusammenfinden, damit alle an einem Riemen ziehen“ versichert Kalinowski. Dabei vertraut man weiterhin, wie auch schon bei anderen Achter-Projekten auf eine Mischung aus international erfolgreichen Ruderern und „jungen Wilden“. So gibt es eine Altersspanne von 19-34 Jahren. Einige sind noch Schüler oder befinden sich noch in der Ausbildung oder Studium, andere hingegen sind schon Familienvater und stehen im Berufsleben. „Da ist es nicht immer leicht alle ins Boot zu bekommen“ so Kalinowski. „Deshalb ist es wichtig auf einen großen Kader zurückgreifen zu können“.

Die Erfahrung im Kasseler Achter ist groß: WM-Teilnehmer, studentische Europameister, deutsche Meister. Die Erfolge der Männer des neuen Achters lesen sich nicht schlecht. Trotzdem stapelt Ruderer René Flaschmann tief:„Es ist unsere erste Saison. Wir wissen nicht wo wir stehen und müssen uns in der Liga erst mal zurecht finden.“ Er selbst war bei den Hochschuleuropameisterschaften am Start, weiß um die Klasse der jungen Bundesliga – und um die Qualität der Gegner in den anderen Achtern. „Einfach wird das nicht, verstecken werden wir uns aber auch nicht.“ Braucht die junge Truppe auch nicht: Schon im Winter wurde mehrmals wöchentlich trainiert, einmal neben und auf Eisschollen.Verbissen? Keineswegs, sagt Flaschmann: „Wir haben einfach alle einen Riesenspaß am Rudern, verstehen uns unter einander super“. Gemeinsame Aktionen, runden das Vereinsleben ab. Dem ganzen Team gefällt der Mix aus sportlichen Ehrgeiz und gemeinsamen Hobby: „Es geht nicht einzig um den Erfolg, es geht auch um das Miteinander.“

„Am wichtigsten ist doch der Spaß und einen Ausgleich zu anderen Dingen im Leben wie Studium und Beruf zu finden“ bestätigt auch Steuerfrau Marie Kalinowski. Wenn der Erfolg dazu kommt, klar, warum nicht?

Egal wie diese Saison ausgeht – dem Kurhessen-Achter geht es primär darum, in der neuen Liga anzukommen. Wohin der Weg geht, wird sich zeigen. „Vielleicht gibt es ja eine Überraschung“, schmunzelt Teamchef Oliver Quickert.

Diese Überraschung soll auch dem Verein zu Gute kommen: “Die Präsenz in den Medien ist unheimlich gestiegen. Für einen Traditionsruderverein wie den RKC ist das natürlich eine schöne Sache, dort stark vertreten zu sein,” erklärt René Flaschmann, dass es ein Gewinn für Club und Aktive sein wird, wenn die Erfolge in der Bundesliga eintreten.

Erste Fahrt im Neuen Jahr

Der Kurhessen-Achter ist heute zu seiner ersten Fahrt im neuen Jahr gestartet. Zugleich war es auch die erste Fahrt als Mitglied der flyeralarm Ruder-Bundesliga.

Die Crew trat trotz Windböen und Eis auf der Fulda souverän auf.